Hier handelt es sich um eine Hormonbehandlung, üblicherweise oral. Nach dem Wachstum von ein oder zwei Eizellen mit mindestens 18mm, die durch ständige Ultraschalluntersuchungen kontrolliert werden, wird ein Eisprung durch ein anderes Hormon (HCG) ausgelöst. Daraufhin wird angeraten, gezielt Geschlechtsverkehr zu haben, für Frauen ohne Partner würde hier die Befruchtung mit Spendersamen in Frage kommen.
Diese Methode besteht aus der Einführung von fähigem Samen in die Gebärmutter, wobei der Samen vorher im Labor vorbereitet wurde, um eine Selektion der mobilsten und schnellsten Spermien zu erhalten. Der Samen kann vom Partner, als auch von einem Spender sein.
Um ein besseres Ergebniss zu erzielen, werden zu Beginn, die Eizellen durch eine Hormonbehandlung vorbereitet, um dann einen Eisprung auslösen zu können. Anschließend werden ohne Anästhesie oder jeglichen Schmerz, die Spermien eingeführt. Nach ca. 10 bis 15 Minuten kann die Frau die Klinik wieder verlassen und ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen, ohne extra eine Ruhephase einzulegen.
Um diese Technik anwenden zu können, muss die Frau mindestens einen gesunden und durchlässigen Eileiter besitzen. Wenn dies mit Samen des Partners durchzuführen ist, werden ein paar Voraussetzungen notwendig sein, diese aber bereits bei den Untersuchungen im Vorfeld getestet und geklärt werden.
Dies ist eine Methode, die es uns erleichtert, eine Union zwischen der Eizelle und der Spermien im Labor zu erreichen, um dann später die Embryonen in den Uterus transferieren zu können, damit es zu einer Schwangerschaft kommt.
Die konventionelle In-Vitro Behandlung oder auch IVF genannt, ist ein spontanes Zusammenbringen der Eizelle und der Spermatozoiden im Reagenzglas. Wenn diese Union Fortschritte macht, kommt es zu der erwünschten Befruchtung und der Entstehung von Embryonen. Diese entstehen aus der progresiven Zellteilung der Eizelle, von dem Moment der Befruchtung an, bis zu 14 Tage danach. Eine begrenzte Anzahl an Embryonen (maximal 3 sind legal) werden in den Uterus transferiert um eine Schwangerschaft zu erreichen. Die restlichen lebensfähigen Embryonen, wenn noch welche übrig bleiben, werden für eine zukünftige Behandlung eingefroren, aber immer in Einhaltung der Gesetzgebung.
Die Behandlung der In-Vitro beginnt meist mit einer Stimulation der Eierstöcke durch Benutzung von Arzneimitteln (im Allgemeinen werden diese unter die Haut gespritzt), dessen Wirkung mit bestimmten eigenen Hormonen der Frau verglichen werden können.
Der Zweck dieser Hormonbehandlung ist, mehrere Follikel zu erhalten, in dessen Inneren sich die Eizellen befinden. Um einen spontanen Eisprung zu vermeiden, werden ebenfalls Medikamente mit hormonellem Wirkstoff (Subkutan, durch die Nase inhalierend und ausnahmsweise Intramuskuler) eingesetzt. Es wird der gesamte Follikelwachstum und dessen Stimulation überwacht. Zum Einen durch Blutanalysen, um das Nivel der notwendigen Hormone festzulegen und zum Anderen, durch vaginale Ultraschalluntersuchungen, in denen man die Größe und Anzahl der Eizellen feststellen kann. Wenn der Wachstum angemessen verläuft, werden weitere Medikamente „subkutan“ zum Einsatz kommen um eine perfekte Reife der Eizellen zu erreichen.
Die Follikelflüssigkeit wird unter Narkose transvaginal, ultraschallgesteuert mit einem stabförmigen Schallkopf, der mit einer Punktionsnadel versehen ist, aus den einzelnen Follikeln punktiert und aufgesogen. Dieser Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt, wobei die Frau dann je nach Befinden, auch längere Zeit beobachtet werden kann. Die Eizellen werden nun im Labor prepariert und klassifiziert. Man kann nicht exakt festlegen, wieviele Eizellen man bei der Punktion erhalten wird, auch kann man ihre Reife und Qualität nicht im Voraus abschätzen.
Bei Erhalt der Eizellen, sollte das Labor bereits die Spermatozoiden des Partners oder des anonymen Spenders, bereit halten. Die Spermien werden im Labor vorbereitet, mit dem Ziel, die geeignetsten Spermatozoiden für die Befruchtung herauszusuchen.
Bei einer In-Vitro (IVF) Behandlung, werden die Eizellen und die Spermien, bei angemessenen Verhältnissen im Labor, für eine spontane Union (Befruchtung) kultiviert. Ein Tag nach der In-Vitro, wird festgestellt, wieviele Eizellen sich befruchtet haben und an den darauf folgenden Tagen (generell zwischen dem 2. und 6. Tag) kann man sagen, welche Embryonen und in welcher Qualität sie sich weiterentwickeln. Danach kann es zum Embryonentransfer kommen.
Der Embryonentransfer bedeutet das Ablegen der Embryonen in den Uterus. Dieser Eingriff erfolgt durch die Vagina und wird ambulant erfolgen. Er ist schmerzfrei und benötigt keine Anästhesie und keinen stationären Aufenthalt. Damit es zu einer guten Implantation der Eizelle in der Gebärmutter kommt, wird eine hormonelle Behandlung verschrieben (Aufnahme über die Vagina). Nach der gesetzlichen Regelung können bei einem Embryonentransfer maximal 3 pro Zyklus transferiert werden.
Jedoch wird dies vorher schon mit den Ärzten abgeklärt, ob man eins, zwei oder drei Embryonen einsetzen sollte, um schwanger zu werden, aber um eine mögliche Mehrlingsschwangerschaft auszuschließen.
Zum Schluß werden die lebensfähigen Embryonen tiefgefroren, um dem Patienten nach Bedarf und in Rücksicht auf die gesetzlichen Richtlinien, zu einem späteren Zeitpunkt, zur Verfügung stellen zu können.
INTRAZYTOPLASMATISCHE SPERMIENINJEKTION (ICSI)
Bei der ICSI wird ein einzelnes Spermium unter mikroskopischer Sicht mittels eines Mikromanipulators in die vorbereitete Eizelle injiziert. Das bedeutet, dass man nur ein einzelnes Sperium pro Eizelle, im Gegensatz zu der IVF-Behandlung benötigt und dieses sogar aus Samenproben mit geringer Qualität entnommen werden kann. Sogar bei Ausbleiden von Spermien im Ejakulat können durch eine Hodenbiopsie, Spermien gewonnen werden.
Es können nur reife Eizellen mikroinjekziert werden, deshalb können nur ein Teil der gewonnenen Eizellen verwendet werden. Das Ergebnis bei dieser ICSI Behandlung ist vergleichbar mit der In-Vitro Behandlung. Für den Patienten ist es der gleiche Eingriff wie bei der In-Vitro, es handelt sich nur um eine andere Handhabung im Labor.
GENETISCHE DIAGNOSTIK BEI ERBKRANKHEITEN (DGP)
Diese Diagnostik wird als Zusatzbehandlung bei einer In-Vitro Behandlung verwendet, welche den Vorteil hat, genetisch unveränderte Embryonen heraussuchen zu können. Diese Behandlung verhindert, ein Kind mit einer genetischen- oder chromosombedingten Erbkrankheit auszutragen.
Sie besteht aus der Entnahme von ein oder zwei Zellen aus jedem Embryon sobald sie 8 Zellen vorweisen, um sie in einem Partnerlabor zu untersuchen. Das Ergenis erhält man in ein paar Stunden und somit kann Vorsorge getroffen werden, nur genetisch gesunde Embryonen in die Gebärmutter einzusetzen. Wenn mehrere genetisch gesunde Embryonen erhalten bleiben, werden diese auf Wunsch des Paares, für einen späteren Zeitpunkt, tiefgefroren.

Dies ist eine Vorgehensweise im Labor, in der dem Embryon ein kleines Loch in die äußere Hülle gestochen wird. Das Ziel dieser Methode ist es, dem Embryon zu helfen, sobald er eine haarige, dicke Hülle hat, sich besser implantieren zu können, etc.
Diese Behandlung ist für Frauen geeignet, deren Eizellen aus verschiedensten Gründen nicht im Stande sind, ein gesundes Embryon heranwachsen zu lassen. Diese Behandlung besteht aus der In-Vitro Methode mit einer Spendereizelle, die mit dem Samen des Partners befruchtet wird, oder für den Fall, eines Spendersamens. Danach werden sie in die Gebärmutter der Empfängerin transferiert.
TRANSFER VON TIEFGEFRORENEN EMBRYONEN
Diese Behandlung wird normalerweise nur bei Paaren angewandt, die im Vorfeld nach einer In-Vitro Behandlung, die restlichen gesunden Embryonen haben einfrieren lassen.
Dies ist wieder eine einfache Vorbereitung der Empfängerin mit oral einzunehmenden Medikamenten oder auch durch Hormonpflaster. Im späteren Verlauf durch Vaginalzäpfchen, die es den Embryonen erleichtern soll, sich einnisten zu können. Nach dieser Vorbereitung werden die Embryonen aufgetaut und in die Gebärmutter transferiert (maximal 3).
Dies ist ein kleiner chirurgischer Eingriff beim Mann, wenn sich keine Spermien (Azoospermien) im Ejakulat befinden oder es durch neurologische Umstände, zu keiner Ejakulation kommen kann. Das Ziel dieser Behandlung ist, gesunde Spermien für eine In-Vitro Behandlung zu erhalten und gleichzeitig den Grund für diese Ursache herauszufinden.
Dieser Eingriff wird ambulant unter Lokalanestesie vorgenommen und benötigt keinen stationären Aufenthalt.
Wenn eine Azoospermie durch Obstruktion/Verstopfung der Samenleiter vorliegt, kann man praktisch zu 100% die Spermien durch dieses Verfahren wiedergewinnen .
Auch bei Patienten bei denen es nicht zur Ejakulation kommen kann, hat diese Methode 100% Erfolg. Bei den Fällen der Azoospermie durch fehlerhafte Funktion der Testikel kann ca. 50% der Spermien wiedergewonnen werden.
Wenn eine Frau keinen Partner hat, oder es unmöglich ist, gesunde Spermien vom Partner zu erhalten, bietet sich die Möglichkeit mit einer Samenspende eine Befruchtung odere eine In-Vitro Behandlung duchzuführen.
Diese Samenspenden können bei einer speziellen Samenbank erhalten werden, immer unter Berücksichtigung der gesetzlich festgelegten Richtlinien und natürlich die gesundheitliche Verfassung des Spenders. Es wird eine ausgezeichnete Qualität des Samens garantiert, wobei der Spender immer anonym bleibt.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird folgende Vorgehensweise der Selektion der Spender durchgeführt:
1. Untersuchung eines Spezialisten: Anamnese der Person und seiner Familie um eine Erbkrankheit auszuschließen. Eine körperliche Untersuchung um Fehlbildungen, Infektionen und der Gleichen auszuschließen.
2. Spermauntersuchung: Spermiogramm, Kulturen und eine FISH-Untersuchung der Spermien um eine Aneuploidie auszuschließen.
Blutanalyse: Blutgruppe und RH, fetale Hämoglobine (um eine Thalassämie auszuschließen), Serelogie, Hepatitis B und C, Zytomegalievirus, Chlamydien und Syphilis
3. Genetische Studie: es können verschiedene Untersuchungen für Erbkrankheiten und andere Pathalogien durchgeführt werden. Auf Wunsch des Frauenarztes auch, wenn die Empfängerin z.B. eine gesunde Trägerin einer Krankheit ist.
Wenn der passende Samen für die Patientin und/oder den Partner gesucht wird, achtet man auf bestimme Parameter, wie Aussehen, Blutgruppe und RH, die ähnlich die der Patientin oder ihres Partners sind. Die Suche nach dem passenden Samen für die Empfängerin, wird durch die große Auswahl an Spendern mit den verschiedensten Blutgruppen sicher gestellt. So kann garantiert werden das es zu einer maximalen Übereinstimmung vom Samenspender und Empfänger kommt.
Dies wird ausgeübt, wenn man eine Verwendung in der Zukunft plant:
- Spendersamen
- Samen von Patienten, die an einer der Azoospermien leiden und deshalb evt. zum Zeitpunkt der künstlichen Befruchtung eine Entnahme nicht absichern können.
- "gesunder Samen“, von Patienten denen eine Chemotherapie, Radiotherapie, oder eine Vasektomie bevorsteht. Auch bei einer vorgesehenen Hodenbiopsie.
- Männlicher Samen von Personen die laufend unterwegs sind und sich nicht sicher sein können, ob sie für die bevorstehende Befruchtung anwesend sein können. Hierfür muß ein Betrag für die jährliche Aufrechterhaltung des tiefgefrorenen Samens bezahlt werden.
Das andrologische Labor ist für die technische Aufbereitung und Reinigung des Samens und des Testikelgewebes zuständig. Es ist ausgestattet mit Mikroskopen, Lupen für die Untersuchung der Proben, eine Zentrifuge für die Verarbeitung und Reinigung.
Außerdem ist es im Besitz aller notwendiger Instrumente für die Aufbereitung und Aufbewahrung des Samens in unseren Samenbanken.
In unserem Labor für Embryologie werden alle, die zuvor beschriebenen Methoden für eine künstliche Befruchtung realisiert, alle in einer absolut keimfreien Umgebung. Natürlich ist dieses Labor mit den notwendigen Instrumenten ausgestattet, wie Mikroskop, Lupen, spezielle technische Geräte für die notwendigen Manipulationen, Filtersysteme für eine absolut sterile Atmosphäre.






